Im Februar widmete ich mich der heilenden Kraft der Gruppentherapie und zeigte auf, wie Trost und Verbundenheit in der Gruppe entstehen können. Die elf therapeutischen Faktoren nach Irvin Yalom verdeutlichten, dass gemeinsame Erfahrungen Hoffnung schaffen und aus der Isolation führen. In der Sicherheit der Gruppe können Menschen neue, korrigierende Beziehungserfahrungen machen und wieder Vertrauen in sich und andere fassen.
Im März beleuchtete ich das Thema Mobbing und Bullying als unsichtbare Wunden der Seele. Ich erklärte, wie diese systematische Form der Gewalt schleichend beginnt und welche verheerenden psychischen Folgen sie haben kann. Die Unterscheidung zwischen Mobbing und Bullying sowie die Sensibilisierung für Warnsignale standen im Fokus, um Betroffene und ihr Umfeld für diese destruktiven Dynamiken zu sensibilisieren.
Im April setzte ich die Mobbing-Thematik fort und zeigte auf, wie Heilung durch Verbundenheit in der Gruppentherapie möglich wird. Betroffene erleben dort oft zum ersten Mal, dass sie mit ihrem Leid nicht allein sind und können in der Sicherheit der Gruppe neue Beziehungserfahrungen machen. Die gegenseitige Unterstützung und Solidarität helfen dabei, Scham und Schuldgefühle abzulegen und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen.
Im Mai rundete ich die Mobbing-Reihe mit konkreten Hilfsangeboten ab. Ich stellte verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten vor – von Beratungsstellen über Selbsthilfegruppen bis hin zur Einzeltherapie. Der Fokus lag darauf, Betroffenen Mut zu machen, sich Hilfe zu holen und ihnen zu zeigen, dass sie ein Recht auf respektvolle Behandlung haben.
Im Juni entdeckten wir gemeinsam den Wald und die Natur als Heilraum für Körper und Seele. Anhand verschiedener Projekte aus der Broschüre Soziale Innovation im Wald zeigte ich auf, wie vielfältig der Wald als Gesundheits-, Bildungs- und Begegnungsraum genutzt werden kann. Auch meine naturgestützte Psychotherapie und Walk-&-Talk-Therapie wurden als wirksame Methoden vorgestellt, um Stress abzubauen und seelische Balance zu finden.
Im Juli widmete ich mich der Bedeutung von Kreativität und Selbstausdruck für die seelische Gesundheit. Nicht nur eine Meta-Studie der Universität Wien belegte, dass künstlerische Aktivitäten unser Wohlbefinden auf vielfältige Weise steigern können. Kreativität hilft uns, flexibel zu bleiben, Gefühle auszudrücken und in herausfordernden Zeiten einen Anker zu finden.
Im August beleuchtete ich die Herausforderungen und Chancen von Patchwork-Familien. Diese modernen Familienformen erfordern viel Einfühlungsvermögen und Kommunikation von allen Beteiligten, bieten aber auch Möglichkeiten für persönliches Wachstum und Bereicherung. Anhand meines Beitrags möchte ich Mut dafür machen, die Potenziale zu sehen und sich bei Bedarf professionelle Unterstützung zu holen.
Im September ging es um das Erkennen und Durchbrechen toxischer Beziehungsmuster. Ich zeigte Warnsignale auf wie ungleiches Geben und Nehmen oder ständige Kritik und ermutigte dazu, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren. Der liebevolle Blick auf sich selbst und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Wohlbefinden standen im Mittelpunkt.
Im Oktober thematisierte ich die Rolle von Vergebung und Selbstvergebung im Heilungsprozess. Vergebung habe ich dabei als Akt der Selbstermächtigung dargestellt, der es ermöglicht, sich von zerstörerischen Gefühlen zu befreien. Besonders die Selbstvergebung erweist sich als zentral, um ungerechte Schuldgefühle abzulegen und sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen.
Im November widmete ich mich dem Umgang mit Perfektionismus und Versagensängsten im Beruf. Ich zeigte auf, wie überhöhte Ansprüche zu Überforderung und Burnout führen können und wie wichtig es ist, ein gesundes Maß an Ehrgeiz und Selbstfürsorge zu entwickeln. Realistische Ziele, Selbstfürsorge und die Akzeptanz von Fehlern als Lernchancen habe ich als Wege aus dem Perfektionismus aufgezeigt.
Im Dezember schloss ich das Jahr mit der Erläuterung der Relevanz von Ritualen und Routinen für die psychische Stabilität. Wiederkehrende Handlungen schaffen Sicherheit und Orientierung, insbesondere in Zeiten von Veränderung oder emotionaler Belastung. Mein Beitrag ermutigt dazu, heilsame Rituale zu finden, die Halt geben, ohne einzuengen, und die Verbindung zu sich selbst stärken.
Ausblick auf die Themen des Jahres 2026
Gefühle und jene anderer Menschen besser wahrnehmen und verstehen können. Der Einfluss von Schlafmangel auf die mentale Gesundheit wird ebenso beleuchtet wie praktische Strategien für besseren Schlaf. Neben den Herausforderungen des Älterwerdens konzentriere ich mich im Rahmen einer dreiteiligen Reihe zum Thema Narzissmus auf die narzisstische Persönlichkeitsstörung und zeige auf, wie man sich in Partnerschaften und Freundschaften vor narzisstischen Dynamiken schützen kann. Weitere Schwerpunkte werden u. a. der Umgang mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen sein sowie Strategien für mehr Selbstmitgefühl.
Ich freue mich darauf, Sie auch im kommenden Jahr begleiten zu dürfen und gemeinsam Wege zu erkunden, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens umgehen und unsere inneren Ressourcen stärken können.
